Lößnitz

Lößnitz

Bilder meiner, seit mittlerweile über 10 Jahren, neuen und liebgewonnen Heimatstadt.

Lößnitz im Winter 2013

Original Lößnitzer Stadtwappen
Lößnitz ist eine sehr schöne Kleinstadt im Westerzgebirge. Sie liegt im Erzgebirgskreis und ist umgeben von bewaldeten Höhenzügen in einem langgezogenen Tal in etwa 432 m über NN. Es leben ca. 9500 Menschen hier. 
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Lößnitz ist eine sehr schöne Kleinstadt im Westerzgebirge. Sie liegt im Erzgebirgskreis und ist umgeben von bewaldeten Höhenzügen in einem langgezogenen Tal in etwa 432 m über NN. Es leben ca. 9500 Menschen hier. 

Lößnitz zählt zu den ältesten Städten des Erzgebirges. In einer Urkunde aus dem Jahr 1284 bezeichnete man den Ort bereits als "Civitas", was damals soviel wie "vollentwickelte Stadt" bedeutete. Dazu gehörte eine mächtige Stadtmauer mit drei Stadttoren, das Münzrecht, eine eigene Gerichtsbarkeit  Ab 1304 besaß die Stadt sogar eine Lateinschule. Gegründet wurde Lößnitz durch die Burggrafen zu Meißen. 

Im Jahre 1406 erwarb der Graf von Schönburg die Grafschaft Hartenstein und machte Lößnitz zu seiner Hauptstadt. Bedingt durch eine günstige Lage am Schnittpunkt von Salzstraße und Eisenstraße, siedelten sich viele Gewerke in ihren Mauern an und brachten damit den Bürgern Reichtum. 

Obwohl man bereits im Jahre 1382 ein eigenes Bergamt besaß, spielte der Bergbau ,im Gegensatz zu anderen erzgebirgischen Städten, nur eine unbedeutende Rolle. Die Stadt Lößnitz war seit ihrer Gründung ein Ort des Handwerks und Handels. So zählte man um 1600 bereits etwa 15 verschiedene Zünfte von unterschiedlicher Stärke. 

Die Stadt erhielt bereits vor über 600 Jahren das Recht Salzmärkte durchzuführen. Wochenmärkte hielt man nachweisbar schon vor 555 Jahren ab und den traditionellen Lößnitzer Weihnachtsmarkt gibt es seit über 300 Jahren. 

Mit der etwa um das Jahr 1850 einsetzenden allgemeinen Industrialisierung wurde Lößnitz eines der bedeutendsten Industriezentren des westlichen Erzgebirges. Aus den ehemals kleinen Handwerksbetrieben entwickelten sich ansehnliche Industriebetriebe. So wurde die Stadt u.a. ein Zentrum der sächsischen Schuhindustrie. Auch Maschinenbau, Textilveredlung- und -verarbeitung und die Metallwarenindustrie siedelten sich in Lößnitz an. Auch der industriemäßige Abbau von Dachschiefern in den Abbaugebieten rund um die Stadt war zu dieser Zeit ein bedeutsamer Wirtschaftsfaktor. Die Anbindung der Stadt an die Bahnlinie Chemnitz - Aue - Adorf im Jahr 1875 sollte sich zudem als besonders günstig erweisen. 

Noch bis zur politischen Wende im Herbst 1989 zählten die in der Stadt ansässigen Betriebe zu den wichtigsten Arbeitgebern der Region. Die allgemeine Umwandlung der Wirtschaft in den Folgejahren ließ den überwiegenden Teil der einst strukturbestimmenden Industriezweige abbrechen, mit tief greifenden Veränderungen für die gesamte Region. 

Zwar gibt es, bedingt durch die zahlreichen Stadtbrände der Vergangenheit, kaum noch Reste der mittelalterlichen Bausubstanz, doch findet der Besucher auch heute noch viele interessante Zeugen vergangener Zeiten. Dazu gehören Teile der einstigen Stadtmauer, einen alten Wachturm, "Rösselturm" genannt, und das Portal des Rathauses aus dem Jahre 1601. Sehenswert ist auch die im Jahre 1826 eingeweihte wunderschöne Stadtkirche St. Johannis mit einem der ältesten Bronzeglockenspiele Deutschlands. 

Ein gut ausgebautes Netz von Wanderwegen rund um die Stadt lädt zu jeder Jahreszeit zu Spaziergängen durch eine besonders reizvolle Landschaft des Erzgebirges ein.

 Auszüge aus der Website der Bergstadt Lößnitz http://www.loesnitz.de

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